Im Jahr der Masken

 Erscheinungsdatum verschoben. Vermutlich Februar/ März 2021.

 

Das Thema Corona beschäftigt mich sehr. Deshalb habe ich mich entschlossen, ein Buch über das erste Jahr im Leben mit dem Virus Covid-19 zu schreiben. Ein ernstes Buch über eine anstrengende Zeit. Ich hoffe, dass es euch / Ihnen gefällt. 

 

Die Geschichte handelt von Rieke. Eine Frau, Mitte 50, also in den besten Jahren, und Erlebnissen, die sie mit Corona, Masken, Leugnern und Verschwörungstheoretikern konfrontieren und die, durch das Virus verursacht, wirtschaftliche Probleme erfährt. Und dann begleitet sie noch ständig das Gefühl der Hilflosigkeit, angesichts der Katastrophen.

Hier ein Auszug aus meinem neuen Buch "Im Jahr der Masken":

...Kurz vor dem Ende der Lesung räusperte sie sich und sagte, dass sie in ihrem Repertoire nicht nur spaßig Themen hätte, sondern sich auch um ernstere Vorkommnisse Gedanken machen würde. In diesen Zeiten, in denen sich eine Krankheit breit machen würde wie das Unkraut im Garten, wäre auch ihr nicht mehr nur zum Lachen zumute und sie hatte sich der Überlegung hingegeben, wie der Planet Erde wohl über all das denken würde, wenn er denken könnte:

Wenn ich die Erde wäre, was würde ich denken?

Millionen Jahre lang war ich da. Meine besten Freunde waren die Sonne und der Mond. Ich konnte mich immer auf sie verlassen. Egal ob die Kreide- oder eine Eiszeit über mich hereinbrach, immer haben wir zu dritt alles wieder gerichtet.

Auf mir wuchsen Bäume und blühende Pflanzen. Über mir kreisten Vögel in meinen Winden. Lebewesen aller Arten liefen auf mir herum und sorgten dafür, dass die Natur ihr Auskommen hatte. Als die Menschen begannen, mit ihren Hacken die Felder zu bestellen, da hat es mich ein wenig gekitzelt. Amüsiert habe ich sie gelassen.

Aber plötzlich gab es immer weniger Tiere und immer mehr Menschen, die auf mir herumliefen. Sie stritten und kämpften. Ich hörte und spürte die Kanonen. Kräne mit großen Schaufeln kamen und fuhren mir in mein Innerstes. Sie trugen Sand und Steine aus mir heraus, um sie an anderer Stelle wieder zu stapeln. Mir wurde etwas schwindelig, weil mein Gleichgewicht dadurch gestört wurde, aber ich dachte: So schlimm ist es ja nicht, stell dich nicht so an.

Vor einige Jahre dann begannen die Menschen, noch tiefer in mich einzudringen, indem sie Leitungen und Rohre in mich hineinschossen, um mein Öl, meine Kohle, mein Erz und vieles mehr, aus mir herauszuholen. Es schmerzte und ärgerte mich. Manchmal versuchte ich mich zu wehren und schüttelte mich, aber, obwohl so viele von Ihnen starben, fuhren sie weiterhin damit fort, mir ihre Pfeile in meinen Leib zu bohren.

Schließlich warfen die Menschen, das was sie Müll nennen, in meine Meere, Seen und Wälder, sodass meine tierischen Bewohner daran ersticken und alles Leben so nach und nach aus mir entweicht. Meine Freunde, die Sonne und der Mond können nur dabei zusehen. Helfen können sie mir nicht.

Und ich werde wütend und mir wird heiß und ich bebe, sodass Häuser umfallen, Bäume entwurzelt werden und das Meer über die Ufer tritt. Wieder sterben Menschen. Doch es hilft nichts. Sie machen weiter wie bisher.

Meine Kraft ist am Ende. Ich ziehe mich zurück. Wenn sie es nicht verstehen – auf mich hören sie nicht. Sie werden es wohl nicht merken, wenn kein Wasser mehr da ist und meine Oberfläche zur Wüste wird. Wenn ich vor Wut explodiert bin oder vor Kummer zerbreche. Denn dann bin ich fort und sie auch und die einzigen die noch da sind, das sind meine Freunde: die Sonne und der Mond. Ob wenigstens die beiden dann um mich trauern?

 

"Eine Botschaft ist auch eine Nachricht", so schloss die Autorin ihre Rede. Den Unterschied sähe sie darin, dass Botschaften immer gut sind. So schickte sie noch eine Botschaft an ihre Zuhörerinnen: „Wenn ihr die Welt verändern möchtet, dann schickt doch einfach mal eine gute Botschaft an jemanden, dessen Handeln euch beeindruckt hat und lobt ihn dafür. Wenn das jeder macht, dann kann man beobachten, wie sehr sich die Welt zum Besseren verändert, allein dadurch dass die Menschen sich wertgeschätzt fühlen.“ ...